Reden ist doof, es zählt die Guerrilla-Aktion

R(h)eden mag ich nicht mehr, oder aber was ein Parkplatz mit Nervenkitzel verbindet….

Manchmal ist der Weg das Ziel.
Scheinbar auch so am Samstag, eigentlich ein Tag der einiges an Spaß und Kurzweil versprach, es auch brachte, allerdings nicht immer und für alle.
Aber der Reihe nach.
Dem Aufruf mal wieder zu R(h)eden folgten immerhin etwas mehr als 20 Leute. Die Mischung war bunt und eine Premiere gab es auch: Die NKITB hat sich endlich geoutet: Herzlich Willkommen: Rasensport Guerilla

Wir als väterliche Freunde werden immer zu euch halten, na ja fast immer!

An der Zoologie traf man sich, fasste noch schnell Proviant in flüssiger Form und begab sich dann an Bord von Papamobil, Dr.T´s Sausewind und einem von einem netten Taxiunternehmen geliehenen Bus der Farbe Weiß! Lustigweise hatte sich Mitglieder der ehemaligen NKITB und jetzigen Guerilleros unberechtigterweise Zutritt zum eigentlich von AHU gebuchten Papamobil verschafft und mit der Aktion „Occupy the car“ kurzfristig für Irritationen gesorgt. Dieses stellte sich im Verlaufe allerdings als unschlagbarer Vorteil heraus. Dazu später mehr.

Erstaunlicherweise in zarten Sonnenschein ging es dann über die größte Parkanlage Deutschlands (Autobahn A7) Richtung Nordwesten. Erste Rast und Treffen aller war dann in Hannover Wülferode. Käffchen, Brötchen, Bierchen, Eichen, echt nett und natürlich nen Zigarettchen. Weiter im Konvoi Richtung niedersächsischer Fleischtopf.
Eigentlich im Nirgendwo, trotzdem eine der reichsten Gegenden unseres Bundeslandes. Allerdings auch eine der abgelegensten.
Unterstreichen konnte dies eine kurze Pause irgendwo im Mittendrin, bei der seltsame Sitten zutage traten, dort brannten Mülltonnen auf einem Feld! Wir waren ob dieser Verschwendung von Energie beeindruckt. Auch beeindruckt waren wir von der ultimativen Größe von Rheden downtown. Man hatte das schöne Gefühl wieder in solchen Metropolen wie Bilshausen, Amelsen oder Landolfshausen gelandet zu sein.

Dagegen wirkt das Stadion wie ein Akt der Verzweiflung im Kampf gegen die Unbedeutsamkeit. Versuch misslungen!
Für mich sieht der Ground so aus wie eine Art S*G Stadion in klein. Tribüne nicht ganz über die Gerade, Gegengerade mit Panzerplatten, Flutlicht, VIP- Bau in Vorbereitung, fertig. Das war es. Das kulinarische war OK, aber 7€ Eintritt unermäßigt sind für den Komfort frech. Was soll’s, rein in die Bude. Das Fähnchenaufhängen gestaltete sich als etwas komplizierter als erwartet, ein wenig dem Wind ein wenig meiner Dummheit geschuldet, da müssen wir nachbessern. Na denn, der Support stellte sich als überragend heraus, jedenfalls von unserer Seite, die von der Sektion Bremen und dem Familienexpress unterstützt nun etwa 30 Köpfe stark war.
By the way, glaubt nicht der Rhedener Presse, es waren maximal 170 Seelen die unsere Götter sehen wollten. Stimmung oder Anfeuerung von Gastgeberseite? Fehlanzeige! Dementsprechend war auch mein Gedanke: Was wollen DIE denn in der RL? Die Spieler des Gegners wussten wohl was sie wollten und gewannen bekanntlich mit 2:0. Uns blieb die Erkenntnis, das Wollen halt nicht immer auch Können beinhaltet.

Trotz des Ergebnisses gestaltete sich die Rückfahrt als Erlebnis. Das Papamobil wurde, dank DJ Basti zum umjubeltem Partybus, dem Eurodance Classics sei Dank, da gab es einen Überfall, injiziert von vermummten Gesellen die verdammte Ähnlichkeit mit gewissen Charakteren unserer Szene hatten. Da gab es eine Entführung, allerdings ohne Gegenwehr, da gab es eine Begegnung mit den Schwaben vom Commando Cannstatt, die uns erstmal beäugten und dann feststellten, das wir keine Werderaner waren. Da gab es Umleitungen, Befreiungsversuche der entführten Geisel, Lachen, Singen, ach es war schon Nett, noch netter wären dann noch 3 Punkte gewesen, sollte nicht sein, dann halt nächste Woche. Alles auf gegen Bückeburg!
Für AHU
Bingo Futter

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